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Der Eifelort Pitscheid und Pitscheider Mühle liegen in der Ortsgemeinde Hümmel in Rheinland-Pfalz. Im 18. Jahrhundert zählte dieser Landstrich zum Herzoglich-Arenbergschen Gebiet. Der Herzog von Arenberg letztendlich bekannt durch die 1923 in Nordkirchen gegründete Wildbahnzucht einer Kleinpferderasse auf Basis des Dülmener Pferdes als sogenannte Arenberg-Nordkirchner-Ponys. (siehe Homepage www.dainet.de/genres/tgr/geh-pfer/arnk.htm).
Nach weiteren Nachforschungen in der Arenbergschen Ahnenforschung von Peter Neu (siehe ISBN 3-922018-70-X Seite 358ff) finden wir einen Hof Butscheidt zu Wershofen gehörend. Hierzu steht geschrieben : “Ein Register des Jahres 1548 nennt folgende Höfe, die zu der gemein Wereshoven gezählt wurde : Butscheid, Werscheid, Masholter, Laufenbach und die Mühle zu Laufenbach. Aus dem Hof Butscheidt bezog damals der Pfarrer von Aremberg eine Jahresrente von sechs Malter Frucht.”
“Ein Weisturm des Jahres 1634 erwähnt einige freye männer, die im Gericht Wershofen wohnten und die gehalten waren, mit ihren bockeler (=schilden) und schwerdern dem Gericht beizuwohnen. Es werden genannt: Juncker Broell zu Roer von seinem lehen, der Halfmann zu Butscheidt von Ketgeß Lehen, Oster Nicolaus Brenner vom Meelbaumen modo des Lepfgens Sohn Peter im dhall Arenberg und Thoniß Brenner modo Paulus Butscheidt von Bareß Lehen.”
“Anfang des 17.Jahrhunderts zählte Wershofen zu den größten Orten im Bereich des Fürstentums. Es heißt damals : Das dorff Wershoven hatt ungeferlich 40 heuser, uff den hoven Olenhart, Butscheit, Bryscheit, Lauffenbach, Maßholter, Eichenbach, Fronhoven 20 heuser.”
Der Hof Butscheidt hatte als Pächter Joergen der Halfmann (Leinweber, Stoffhersteller) zu Butscheidt und Ehefrau Trine, welche ab dem 8. September 1578 für 11 Jahre Pacht zahlen mußten. Bürgen für die Einhaltung der Pachtbedingungen waren 1579 Meiß Arnold von Wershofen und Simens Drisen von Wershofen. Ebenso bürgte Joergen zu Butscheidt mit Blaeser der Wirt zu Antweiler für das Lehen Hof zu Etscheidt am gleichen Tag, sowie Joergen zu Butscheidt mit Theis der Müller der oberen Hütte für den Straner Hof zu Freilingen.
Der Hof Putscheitz scheint identisch zu sein mit dem Hof Butscheid, wahrscheinlich war der Hof 1578 / 1579 aufgeteilt. Der Hof lag an der Gemarkungsgrenze zwischen Ohlenhard und Wershofen, er ist auf der Tranchot – Karte - Nr. 130 nicht mehr vermerkt. An die Siedlung erinnern verschiedene Flurnamen: Auf Bütscheider Feld, Auf Bütscheider Wasem, Auf Bütscheider Pesch u.a.m.: (Janssen, Wüstungsfrage Band 2, Seite 286, 514) Heute liegt in der Nähe der Aussiedlerhof Holzem.
In einem Verzeichnis der Arenberger Aktivlehen von etwa 1724 / 1725 (Akte AAE, D 2446) finden wir zu Wershofen das Lehen gen. Kammerich Langscheidt und die Wiese von Proitzer für den Lehnsträger Caspar Jackeler (Schwiegervater) im Namen des Wilhelm Butscheidt (Schwiegersohn) für 32 Reichstaler belehnt im Jahre 1698.
Ebenso finden wir das Lehen von Aren und von Barnich, sowie Mehlbaum und Rigelberg für den Lehnsträger Johann Butscheidt von Wershofen für 16 + 29 Reichsthaler belehnt 1712 und 1698.
Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit – mit diesen Losungen beendete um 1800 die Revolution, die von Frankreich ausgegangen war, eine jahrhundertalte Ordnung. Das war 1789 in der Eifel nicht selbstverständlich. Der Unterschied unter den Menschen wurde als gottgewollt hingenommen. Wesentlich war, in welchen Stand man hineingeboren war. Die Lehnsleute, unter denen es sicher Abstufungen gab, verwalteten ein Lehnsgut, das ihnen auf bestimmte Zeit oder auf Lebenszeit übertragen worden war. Eine wahrscheinlich weitgehend vollständige Liste Arenberger Lehnsleute besitzen wir im Arburgischen Mhänbuch, sie wurde am 13. Juni 1604 erstellt (AAE Akte D 2529). Hierin steht eingetragen unter dem Lehensort Wershoven Jorgen zu Budtscheidt als Lehnsträger für das Lehnsgut von Kamerich, Landtscheidt, Brötzen wiese u. Trappen erb.
Aus einer Fußnote erkennen wir, daß der Hof teilweise verpachtet wurde : “Siehe dazu den erbhoff Putscheitz, Anm.9. – 1731 wurde der halbe Hof Butscheidt für 6 ½ Malter Korn, 10 ½ Malter Hafer und 23 Gulden, 18 Albus verpachtet : Herzoglich Arenbergisches Archiv Enghien; Akte D 3581.”
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